2. Männer mit nächstem Entwicklungsschritt

2. Männer mit nächstem Entwicklungsschritt

Am vergangenen Wochenende reiste die 2. Männermannschaft zum nächsten Auswärtsspiel. Gegner war der SV Einheit Demmin. In den letzten Jahren konnte in Demmin nichts Zählbares mitgenommen werden. Der Gastgeber verfügt über eine äußerst erfahrene, eingespielte Mannschaft. Das die Stralsunder jedoch nicht chancenlos sind, zeigten sie bereits im Pokalspiel vor zwei Wochen, welches beim gleichen Gegner lediglich mit zwei Toren verloren wurde. In dem Spiel war die hohe eigene Fehlerquote im Angriff ursächlich für die Niederlage.

Dieses Mal kam Stralsund gut in die Partie. Im Angriff wurden sich gute Wurfchancen erspielt und die Abwehr zeigte sich in den Anfangsminuten sehr beweglich auf den Beinen. Beim Stand von 5:8 (13.) konnte sich erstmals ein kleiner Vorsprung erarbeitet werden. Doch im weiteren Verlauf ließ sich die junge Truppe vom erhöhten, teilweise überharten Einsatz des Gegners beeindrucken. Zunächst musste Kapitän Philipp Badendieck nach einem klaren Schlag gegen den Kopf verletzt vom Feld. Kurz darauf wurde Ole Pomorin im Angriff unsanft gestoppt. Bei diesem Zweikampf brach er sich einen Finger und konnte nicht mehr eingesetzt werden. Beide Situationen blieben leider ungeahndet. Stralsund verlor in dieser Phase völlig die Linie, rieb sich im Angriff auf und haderte mit den Entscheidungen der Schiedsrichter, anstatt sich auf die eigene Leistung zu konzentrieren. So drehte Demmin mit einem 8:1-Lauf das Spiel zum Stand von 13:9 (25.). Durch einige Umstellungen konnte das eigene Spiel wieder etwas stabilisiert werden. Bis zur Pause blieb man beim Stand von 15:12 zumindest in Reichweite zum Gegner.

Die 2. Halbzeit startete mit eigener Unterzahl. Doch dem Team merkte man an, dass es noch nicht aufgesteckt hatte. In der Halbzeitpause wurden die begangenen Fehler klar und vor allem deutlich angesprochen und die Mannschaft legte nun sowohl im kämpferischen als auch im spielerischen Bereich zu. Immer wieder wurden im Angriff erfolgreiche Lösungen erspielt. Durch gute Abwehrarbeit wurde der Gegner vermehrt zu Fehlern gezwungen. Vor allem ließ sich die Mannschaft von äußeren Faktoren und Provokationen nicht mehr aus der Ruhe bringen. Michél Uecker und Hannes Werner übernahmen nun vermehrt Verantwortung. Nachdem der 3-Tore-Rückstand noch bis zum 20:17 (43.) Bestand hatte, konnte der SHV im Anschluss selbst mit 20:21 (48.) in Führung gehen. Der eingewechselte Felix Sinnig nutzte seine Chance und hatte mit seinem Auftreten und zwei Toren in dieser Phase großen Anteil an der Aufholjagd der Mannschaft. Im weiteren Verlauf konnte sich keine Mannschaft mehr entscheidend absetzen. Das Stralsunder Spiel blieb in der Vorwärtsbewegung nicht immer fehlerfrei. In der Abwehr wurde jedoch weiterhin leidenschaftlich gekämpft und eigene Fehler wieder ausgebessert. Am Ende der hektischen und kampfbetonten Schlussphase erzielte Michél Uecker nach einem Kempa-Trick 25 Sekunden vor Schluss sehenswert den 26:27 Führungstreffer. Mehrfach wurde Demmin im Anschluss erfolgreich am Torwurf gehindert. Doch zwei Sekunden vor Schluss konnte Demmin dennoch zum 27:27 ausgleichen.

Direkt nach Spielschluss sicherlich eine Enttäuschung. Aber im Nachgang konnte man dem Spiel auch viel Positives abgewinnen. Vor allem setzte die Mannschaft in einem äußerst körperbetonten Spiel gegen routinierte Gastgeber ihr eigenes Spiel durch, strahlte in den entscheidenden Phasen Entschlossenheit und großen Willen aus. Es gilt jedoch weiterhin die eigene Leistung zu stabilisieren und über 60 Minuten aufs Feld zu bringen.

Michaelsen, Wehrmann – Pomorin (1), Badendieck (1), Staindl (1), Gottschalk, Zober (4), Uecker (6), Kuhn (5), Werner (6), Meyer, Felkel (1), Sinnig (2)

7-Meter: Demmin 4/4 – SHV 7/4
2-Minuten: Demmin 3 – SHV 6

Gunnar Jasmann

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