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Drei Hamburger Talente wollen sich beim SHV beweisen

Florian Pachmann, Jona Brüggmann und Fiete Berger spielten bereits zusammen in der A-Jugend-Bundesliga. Auf dem Feld haben sie gemeinsame Ziele, privat zieht es sie aber in ganz unterschiedliche Richtungen. Außerdem wurden die Spieltage der Hauptrunde bekanntgegeben. 

Die Handballer des Stralsunder HV haben die Vorbereitung zur neuen Saison in der 3. Liga aufgenommen und sind damit in die Mission Klassenverbleib gestartet. Dabei sollen drei Talente helfen, die es aus Hamburg an den Strelasund gezogen hat: Linksaußen Florian Pachmann (19), Kreisläufer Fiete Berger (19) und Torhüter Jona Brüggmann (20).

Die drei spielten bereits in der A-Jugend-Bundesliga zusammen für den HSV Handball. Weil Brüggmann ein Jahr älter ist, hat er als einziger vom Trio beim AMTV Hamburg in der Oberliga bereits eine Saison bei den Herren absolviert. Trotz der gemeinsamen Vergangenheit hatten sie den Wechsel nicht zusammen angestrebt. „Es war zwar schon ein bisschen gemeinschaftlich, wir haben uns aber auch alle einzeln umgehört“, sagt Florian Pachmann. Der Erstkontakt kam über Fiete Berger zustande. „Über Kontakte habe ich mich beim SHV vorgestellt. Weil ich durch eine Verletzung ein Jahr nicht spielen konnte, habe ich ein Video mit Spielszenen von mir eingeschickt. Darauf waren die beiden anderen zu sehen und sind Steffen Fischer aufgefallen“, erklärt Berger.

Eine Wohngemeinschaft der Neuzugänge wird es in Stralsund aber nicht geben, denn alle haben ganz unterschiedliche Vorstellungen und verteilen sich aus der großen in drei verschiedene Hansestädte. „Ich möchte Bio-Chemie studieren und das passt mit der Uni Greifswald, weil die in dem Bereich auch einen guten Ruf hat“, nennt Berger einen wichtigen Aspekt seines Wechsels zum SHV. Florian Pachmann möchte zum neuen Semester hingegen ein Studium an der Universität Rostock anfangen. Einzig Jona Brüggmann zieht es komplett an den Sund. Der 20-Jährige startet am 1. September mit einer Ausbildung zum Mediengestalter.

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Die privaten Ziele mögen unterschiedlich sein, sportlich eint sie aber das Ziel, sich in der 3. Liga im Männerbereich zu etablieren. Brüggmann und Pachmann konnten im Rahmen des MV-Cups schon einmal reinschnuppern, was in der neuen Spielklasse auf sie zukommt. „Die Körperlichkeit und Intensität steigt – alle sind noch ein bisschen besser“, sagt Pachmann. Jona Brüggmann hat als Torhüter noch etwas anderes festgestellt: „Die Spieler sind abgezockter. Es ist vielleicht alles nicht ganz so schnell, wie in der A-Jugend-Bundesliga, dafür werfen die Herren aber geschickter.“ Fiete Berger hat sich nach seiner langen Verletzungspause, in der er fast nur ohne Ball trainieren und nicht spielen konnte, ein eigenes Ziel gesteckt: „Ich will erst einmal wieder richtig fit werden und dabei sein. Dann hoffe ich, dass wir gut in die Saison starten.“

In der Mannschaft ist das Trio bereits gut angekommen und fühlt sich wohl. „Es sind alle sehr nett und man hat nie das Gefühl, dass man irgendwie ausgeschlossen wird oder es Gruppenbildung gibt. Generell ist mir aufgefallen, dass der gesamte Verein ein sehr familiäres Umfeld hat“, beschreibt Pachmann die ersten Eindrücke beim Stralsunder HV.

Mit Torhüter Jan Kominek vom MTV Braunschweig ist auch der vierte Neuzugang bereits ins Training eingestiegen. In dieser Woche stellt der Stralsunder HV mit Hiromy Tsuyama einen weiteren Spieler vor. Der Japaner kommt vom Zweitligisten EHV Aue nach Stralsund. Damit ist die Kaderplanung weitestgehend abgeschlossen. Einzig auf der Kreisläuferposition ist noch nicht alles in trockenen Tüchern. Neben Fiete Berger, der lange nicht auf dem Feld stand, muss sich Ole Prüter sich nach einer erneuten Operation am Knie mit individuellem Training wieder fit machen. „Wir wollen nicht noch einmal in die Situation aus dem Vorjahr kommen, als wir am Kreis sehr dünn besetzt waren und wir auf der Position manchmal improvisieren mussten“, nennt Geschäftsführer Markus Dau die Gründe für die Suche nach Kreisläufer Nummer 3.

Niklas Kunkel
Ostsee-Zeitung
Bild: Ostsee-Zeitung